Wie ich arbeite
Meine sieben Kurven
Warum überhaupt ein Plan?
Ein handyfreier Tag im Wald tut gut, aber gibt noch keine Richtung. Daher habe ich mir den Kurvenplan überlegt.
Ich habe mein Wissen, meine Erfahrung und diverse Bücher zusammengefasst und kondensiert. Als Physiker und ITler denke ich in Strukturen, ich kann nicht anders. Und ich konnte spüren, dass Strukturen lebendig sein müssen: klein anfangen, ausprobieren, anpassen. Das gilt für gute Software und genauso fürs Leben. Mit den sieben Kurven überbrücke ich das Innere und Äußere, Kopf und Bauch.
Und alles ist analog. Papier, Kreide, Steine, ein See, ein Feuer. Kein Bildschirm sagt dir, was du fühlen sollst.

Gestern — wo du herkommst
Kurve 1 · Wurzeln
Bevor du weißt, wohin, schaust du, woher. Welche Erfahrungen sitzen dir noch in den Knochen? Welche Muster wiederholen sich — und welche willst du endlich hinter dir lassen? Und ganz ehrlich: Wo stehst du gerade wirklich, beruflich wie innerlich? Was gelingt schon, was frisst dich auf?
Analog: Wir legen deine Lebenslinie mit Kreide auf den Waldweg oder mit Steinen ans Seeufer. Du erzählst, wir hören wirklich zu — keine Bühne, kein Bewerten.
Jetzt — was dich ausmacht
Kurve 2 · Innere Kräfte
Deine Werte, deine Stärken, dein Warum. Wofür stehst du morgens auf, wenn kein Algorithmus zuschaut? Du schaust auf drei echte Schlüsselmomente — Augenblicke von Flow, von Mut, von unerwarteten Wendungen — und darauf, was sie über dich verraten. Frei nach Simon Sinek: Es fängt mit dem Warum an.
Analog: Ressourcen-Check zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. Was hast du längst im Gepäck, ohne es zu sehen?
Dein Herz — die Kurve ins Freie
Kurve 3 · Dein Herz
Dein Kopf kennt die sicheren Varianten. Dein Herz kennt die echte Richtung. Das ist die Kurve, in der es weit wird.
Analog: Eine geführte innere Reise, mitten in der Natur. Du triffst deinen alten „Verhinderer" — die Stimme, die bremst. Wir schauen, ob sie wirklich zu dir gehört oder nur übernommen ist, von Eltern, Schule, Social Media. Dann gibst du ihr eine neue Aufgabe — oder verabschiedest sie. Zum Schluss schreibst du einen Brief von deinem Herzen an deinen Verstand.
Übermorgen — wohin du willst
Kurve 4 · Lebensvision
Stell dir einen ganz normalen Tag in fünf Jahren vor — konkret, mit allem Drum und Dran. Welche Zukunft lässt dein Herz vibrieren? Und der ehrliche Test: Macht dich dieses Bild ruhig und voller Energie zugleich?
Analog: eine Visionsreise draußen, optional ein Visionboard aus dem, was der Wald hergibt.
Morgen — die ersten echten Schritte
Kurve 5 · Strategische Ausrichtung
Aus der großen Vision werden konkrete Wünsche. Pro Wunsch fragen wir: Wo stehst du heute? Ist das echt umsetzbar? Was hat dich bisher gebremst — und erlaubst du dir überhaupt, das zu leben? Am Ende steht eine klare Abmachung mit dir selbst.
Analog: Context-Map, Mindmap, Brainstorming — auf Flipchart-Papier oder am Boden mit Naturmaterialien.
Kurve 6 · Agile Umsetzung
Kein perfekter Plan. Kleine, schnelle Versuche im echten Leben. Du holst dir Feedback von echten Menschen — nicht von Likes — und passt sofort an.
Kurve 7 · Reflexion & Iteration
Was hat funktioniert? Wo war Flow, wo Widerstand? Wie gehst du mit Kritik, Erfolg und Unsicherheit um? Das Leben ist keine gerade Linie, es sind Kurven. Du passt an, fährst weiter — und kommst zurück, wann immer du es brauchst.
So läuft es bei mir
Alles analog. Höchstens zehn Menschen. Kein Handy. Dafür echte Gespräche, ein Lagerfeuer, ein Seeufer und die Kurven des Schwarzwalds als Metapher und als Lehrmeister.
Ich gehe jede Kurve mit dir. Nicht vor dir.